2019-07-10 15:56

Das grosse Uniqlo-Duell

Roger Federer wird in Wimbledon von Markenkollege Kei Nishikori gefordert. Sein Outfit findet in London reissenden Absatz.

Matteo Berrettini war noch keine Herausforderung. Wie sieht es gegen Markenkollege Kei Nishikori aus? Video: SRF

Die Überraschung war perfekt, als Roger Federer in Wimbledon 2018 für sein Startspiel gegen Dusan Lajovic erstmals in Uniqlo-Kleidern auflief. Es geschah alles so schnell, dass die japanische Kleidermarke keine Federer-Tenniskleider für die Masse produzieren konnte. Erst aufs diesjährige French Open hin gelangte die erste Federer-Kollektion in den Verkauf. Das braune Outfit, das an Boten des US-Kuriers UPS erinnerte, sorgte allerdings für reichlich Spott. Dass es an Federer noch recht stylish aussah, spricht für ihn.

Sein Wimbledon-Outfit ist um einiges klassischer, blütenweiss mit einem beigen Rand, und findet während der Championships reissenden Absatz. Die Tennishosen, in denen pro Tasche vier Bälle Platz finden, und das Shirt sind aus sehr leichten Materialien gefertigt und je für 34,90 Pfund erhältlich, rund 45 Franken. Allerdings nicht in der Schweiz.

Das Federer-Outfit ist im Shop von Uniqlo ein Renner. Bild: Simon Graf

Federer stattete dem Uniqlo-Shop unweit von Wimbledon Station, einen 30-minütigen Fussmarsch vom All England Club entfernt, vor dem Turnier einen spontanen Besuch ab - und sorgte damit für grossen Aufruhr. Es bildete sich eine lange Warteschlange vor dem Shop, der geschlossen werden musste. Federer hinterliess eine Glückwunsch-Botschaft und ein signiertes Polo, das nun im Schaufenster ausgestellt ist.

Viel Umsatz in Asien

Neben den prominent platzierten Federer-Outfits sind auch jene von Kei Nishikori zu kaufen, seinem Viertelfinalgegner. Die Hosen sind identisch, das Leibchen unterscheidet sich leicht, mit einem dünnen grünen Querstreifen über den Bauch. Noch sind Federers Tenniskleider nicht ausverkauft – sie wurden in grossen Mengen produziert. Anders als die exklusive RF-Kollektion von Nike, die ihren Reiz jeweils auch daraus bezog, dass sie nur in limitierter Zahl erhältlich war.

Sieht fast gleich aus: Das Outfit von Kei Nishikori. Bild: Simon Graf

Ob es einmal eine RF-Edition von Uniqlo gibt, ist noch offen. Vielleicht wäre das auch gar nicht zielführend. Denn jedes Uniqlo-T-Shirt, das Federer im Training trägt und dann via soziale Medien in die Öffentlichkeit gelangt, wird in Asien, vor allem in China, sehr gut verkauft. Und die Anzahl verschiedener Sujets ist riesig, lässt Uniqlo doch auch immer wieder T-Shirts von Designern gestalten.

Der erste Grand-Slam-Titel Federers im Uniqlo-Outfit steht übrigens noch aus.

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