2019-04-15 20:07

Thun rüstet Videoüberwachung im Fussballstadion auf

Die Videoüberwachungsanlage in der Stockhorn-Arena ist wieder auf dem neusten Stand der Technik. Der FC Thun und die Stadt teilen sich die Kosten von 90000 Franken.

Die bisherige Videoüberwachungsanlage im Thuner Fussballstadion genügte den Anforderungen nicht mehr.

Die bisherige Videoüberwachungsanlage im Thuner Fussballstadion genügte den Anforderungen nicht mehr.

(Bild: Patric Spahni)

«Die Ereignisse der letzten Wochen bestätigen uns, dass wir die Überwachung im Stadion zu Recht verbessert haben», sagt FC-Thun-Präsident Markus Lüthi. Er spricht damit die Aufrüstung der rund 10-jährigen Videoanlage im Gast- und im Heimsektor der Stockhorn-Arena an.

«Die Qualität der Aufnahmen genügte den heutigen Anforderungen nicht mehr», sagt Lüthi. Deshalb habe man die Situation mit der Stadt, mit Polizei und Justiz angeschaut und sei zum Schluss gelangt, dass eine Aufrüstung durchaus Sinn mache. «Wir erhoffen uns durch die neuste 7K-Technologie eine deutlich höhere Erfolgsquote bei der Ermittlung von Einzeltätern», so Lüthi.

Zum einen steige dank der besseren Bildqualität die Chance, die Täter zu erkennen und ausfindig zu machen. Zum anderen sei die Speicherleistung des neuen Systems weit höher, was ebenfalls Vorteile bei der Verwertung der Bilder durch die Polizei und die Justizbehörden mit sich bringe. Dies zeigten auch Erfahrungen aus anderen Stadien.

Erstmals kam die neue Technologie beim Spiel des FC Thun gegen den FC Sion am 4. April zum Einsatz.

Stadt zahlt 40'000 Franken

Die Kosten für die neue Technologie belaufen sich auf rund 90'000 Franken. Die Stadt Thun beteiligt sich daran mit 40'000 Franken: «Wir sind der Stadt sehr dankbar für diese Unterstützung», sagt Lüthi. «Den Betrag alleine zu stemmen, wäre angesichts unserer angespannten finanziellen Situation kaum möglich gewesen.»

«Eklatante Verbesserung»

«Wir haben wie der FC Thun grosses Interesse daran, Leute mit unlauteren Absichten aus der Anonymität rauszuholen», sagt denn auch der Thuner Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP). Gerade auch für Taten ausserhalb des Stadions könnten die neuen Aufnahmen dienlich sein. «Ich konnte mich selber von deren Qualität überzeugen. Der Unterschied zur bisherigen Technologie ist eklatant», sagt der Sicherheitsvorsteher.

Und er betont, dass es nur gemeinsam gelinge, das Gewaltproblem im und ums Stadion in den Griff zu bekommen. Das sieht auch Markus Lüthi so: «Wir müssen die anstehenden Probleme cleverer lösen. Sonst kommt der Fussball unter die Räder.» (don)

Berner Zeitung