2019-09-01 18:08

Tödlicher Felssturz an der Trift

Gadmen

Auf dem Wanderweg von der Triftbrücke zur Trifthütte wurde eine Wanderin von einem Steinschlag getötet. Ihr Begleiter blieb unverletzt. Mehrere Personen mussten ausgeflogen werden.

In der Nähe der Triftbrücke ereignete sich ein fataler Felssturz. Eine Wanderin kam dabei ums Leben.

In der Nähe der Triftbrücke ereignete sich ein fataler Felssturz. Eine Wanderin kam dabei ums Leben.

(Bild: Bruno Petroni)

Am Samstag um 10.40 Uhr donnerte im Bereich der Triftbrücke ein Steinschlag herunter. Dabei wurde eine Frau, die auf dem Wanderweg unterwegs war, tödlich verletzt. Sie war gemäss Mitteilung der Kantonspolizei Bern mit einem männlichen Begleiter von der Triftbrücke her Richtung Trifthütte unterwegs, als sich der Steinschlag ereignete und sie durch Felsmassen verschüttet wurde.

«Trotz der sofort eingeleiteten Rettungsmassnahmen durch eine Crew der Air-Glaciers vor Ort konnte bei der Frau nur noch der Tod festgestellt werden», schreibt die Kantonspolizei. Bei der Verstorbenen handele es sich um eine 45-jährige Schweizerin aus dem Kanton Solothurn.

Der Mann sei beim Unglück unverletzt geblieben. «Er wurde durch einen Helikopter der Rega ausgeflogen.» Zur Betreuung von betroffenen Personen stand das Careteam des Kantons Bern im Einsatz.

Weg wieder offen

Aufgrund des Steinschlages blieb der Wanderweg mehrere Stunden gesperrt. Wanderer, die schon unterwegs waren, wurden gemäss Artur Naue, Wart der Trifthütte, per Helikopter ausgeflogen. «Wer noch in der Hütte war, musste warten.» Nach weiteren Abklärungen durch den Geologen konnte der Weg wieder geöffnet werden. Die Kantonspolizei schreibt, dass sie Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen habe.

Keine absolute Sicherheit

«Es sei tragisch, wenn so etwas passiere. Steinschläge seien eine Problematik, die wohl alle SAC-Hütten kennen» meint Hüttenwart Artur Naue. Natürlich seien die Wanderwege so gelegt, dass sie möglichst sicher sind, aber eine 100-prozentige Sicherheit gebe es nicht.

Vor zwei Jahren ging ganz in der Nähe ein ähnlicher Vorfall glimpflich aus: Am 20. August 2017 stürzten rund 150 Kubikmeter Fels in den Gelmersee. Insgesamt wurden sechs Personen verletzt, eine schwerer. Rund um den Stausee dürften aber an diesem Sonntag mehrere Hundert Personen unterwegs gewesen sein.

«Es war nicht möglich, den Felssturz vorauszusagen», meinte Tage später Ueli Gruner, Geologe und Spezialist für Naturgefahren. «Noch zwei Tage vorher hätte man wohl nirgendwo eine Auffälligkeit im Fels sehen ­können.»