2019-04-16 15:53

YB: die Highlights der Spielerpräsentation

Sinnierer, Artisten, Schlagersänger: Zu später Stunde wurden am Sonntag den YB-Fans im Stade de Suisse die neuen Meister präsentiert.

Schätzungsweise 7000 Fans bereiteten den YB-Spielern bei deren Rückkehr nach Bern einen warmen Empfang.

  • Marthaler Moritz

Sandro Lauper, der Verschmitzte:
Freut sich wie ein kleines Kind, kann das aber zumindest in seinen Äusserungen ganz gut verbergen. «Es gibt Schlimmeres», sagt er, breit grinsend und gefragt, wie sich denn dieser erste Meistertitel im Leben so anfühle.

David Von Ballmoos, der Abgebrühte:
Der Goalie kommt wie alle mit Mütze und dicker Jacke. Ob es nicht etwas zu früh sei, um Meister zu werden, wird er gefragt. «Was können wir denn dafür, dass die andern so besch….eiden spielen», sagt er und lacht.

Kevin Mbabu, der Vergleicher:
Sinniert im Interview vor den Fans über die Fussballanhänger in Bern. Es gebe noch Dortmund oder Liverpool, sagt Mbabu. Sonst aber nicht mehr viel.

Steve von Bergen, der Gerührte:
Erhält, natürlich, einen Sonderapplaus. Und von ihm wollen alle etwas hören. Seine Ansprache gerät sehr emotional, seine Tränen kann der zum Saisonschluss abtretende Captain nicht verbergen. Fast schon verdutzt guckt er dann, als die ganze Mannschaft vor ihm auf die Knie fiel und sich verneigte.

Ulisses Garcia, der «Sänger»:
Schaffte es die ganze Spielerpräsentation über immer wieder irgendwie, ans Mikrofon zu gelangen, wo er sich einen Heidenspass darin machte, urkomische Laute auszustossen und insbesondere die afrikanische Fraktion zum Singen aufzufordern.

Roger Assalé, der Artist:
Eben erst Vater geworden, feierte der kleine Stürmer den für ihn doppelten Freudentag mit einem Salto. Nicolas Ngamaleu kam dabei die Rolle des Dompteurs zu, die er stilecht ausfüllte.

Thorsten Schick, der Andreas Gabalier:
Beide können ähnlich gut singen, der eine dafür ungleich viel besser Fussball spielen. Schick gab dem YB-Anhang zu später Stunde einen kleinen Einblick, wie es sein muss, wenn er in der Kabine das DJ-Diktat übernimmt.

Guillaume Hoarau, der Letzte:
Fährt als letzter aller Spieler ein..ja, er fährt! Auf einem Rennrad der Marke BMC, in stillem Tribut an den verstorbenen Patron Andy Rihs. Die Fans hängen an seinen Lippen, er schnappt sich das Mikro, aber was tut er erst einmal? Er geht auf die Knie. Lärmpegel Stufe himmelhoch.

Berner Zeitung