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Viererfeld wieder ein Feld weiter

Im zweiten Anlauf segnet die vorberatende Kommission die Zonenpläne für die Überbauungen Viererfeld und Mittelfeld ab. Vors Volk kommen die Pläne wohl am 5. Juni.

Die Hälfte des Viererfelds soll gemeinnützig bebaut werden.
Die Hälfte des Viererfelds soll gemeinnützig bebaut werden.
Urs Baumann
Die Berner konnten am 5. Juni 2016 über die Überbauung des Viererfeldes in Bern abstimmen.
Die Berner konnten am 5. Juni 2016 über die Überbauung des Viererfeldes in Bern abstimmen.
Andreas Blatter
Damals dagegen, heute dagegen: Markus Ming am Abstimmungswochenende vor neun Jahren, als das erste Viererfeldprojekt an der Urne versenkt wurde.
Damals dagegen, heute dagegen: Markus Ming am Abstimmungswochenende vor neun Jahren, als das erste Viererfeldprojekt an der Urne versenkt wurde.
Walter Pfäffli
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Drei Stunden diskutierte der Berner Stadrat im November über neuen Wohnraum auf dem Viererfeld und Mittelfeld – um die entsprechenden Pläne an die vorberatende Kommission zurückzuschicken. Wegen dieser Extrarunde kann die Volksabstimmung nicht wie vorgesehen ­diesen Monat stattfinden.

Über eines der wichtigsten Stadtberner Wohnbauprojekte befinden die Stimmberechtigten nun voraussichtlich am 5. Juni. Dies teilte die Kommission für Planung, Verkehr und Stadtgrün (PVS) am Freitag mit. Im Gegensatz zur ersten Runde hat die PVS die Zonenpläne nun inhaltlich geprüft.

Kommission sagt Ja

Die Mehrheit der Kommission befürwortet es, dass auf dem Vierer- und Mittelfeld ein ökologisch nachhaltiges Quartier mit einem Anteil von 50 Prozent gemeinnützigen Wohnbauträgern realisiert wird. «Auf diese Weise kann dringend benötigter Wohnraum in zentrumsnaher Lage geschaffen werden», schreibt die PVS in ihrer Stellungnahme. Die Vorlagen Viererfeld und Mittelfeld würden «eine urbane und dichte Überbauung von hoher Qualität» ermöglichen. Die PVS beantragt dem Stadtrat, die Vorlagen anzunehmen.

Eine Minderheit innerhalb der Kommission lehnt sie ab. Sie war auch verantwortlich dafür, dass die Zonenpläne in der ersten Runde gar nicht erst inhaltlich geprüft worden waren. Das hatte an der Stadtratsdebatte im November für ­heftige Kritik gesorgt: Von «undemokratischer Arbeitsverweigerung», «Verzögerungstaktik» oder «Obstruktion» war die Rede.

Minderheit sagt Nein

Die Kommissionsminderheit bemängelt bei der Vorlage unter anderem die Verletzung des Aaretalschutzperimeters und erachtet die Zonenplanvorschriften als zu eng gefasst. Auch der hohe Anteil gemeinnütziger Wohnbauträger ist der Minderheit ein Dorn im Auge. Mit diesem Vorgehen sei die Wirtschaftlichkeit infrage gestellt.

Das Stadtparlament hat festgelegt, dass Vierer- und Mittelfeld mindestens zur Hälfte von gemeinnützigen Wohnbauträgern realisiert werden sollen. 3000 Menschen sollen im neuen Quartier dereinst wohnen. Gegen das Projekt wehren sich vor allem direkte Nachbarn. Die Grüne Partei Bern möchte das Viererfeld gar nicht überbauen, die SVP wehrt sich wegen angeblicher Formfehler gegen den Zonenplan.

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