Zum Hauptinhalt springen

«Auf den Gummigeschossen waren Smileys angebracht»

Die Berner Reitschule ist erzürnt über Smileys, die vor dem Abfeuern auf Gummigeschossen angebracht worden seien. «Wir machen so etwas nicht», heisst es bei der Polizei.

Wer hat die Smileys an den Gummigeschossen angebracht? «Die Polizei!», sagt die Reitschule. «Wir machen so etwas nicht!», sagt die Polizei.
Wer hat die Smileys an den Gummigeschossen angebracht? «Die Polizei!», sagt die Reitschule. «Wir machen so etwas nicht!», sagt die Polizei.
PD/Reitschule Bern
Zahlreiche Gummigeschosse seien auf Kopfhöhe abgefeuert worden, schreibt die Reitschule – und schickt dieses Bild dazu.
Zahlreiche Gummigeschosse seien auf Kopfhöhe abgefeuert worden, schreibt die Reitschule – und schickt dieses Bild dazu.
PD/Reitschule Bern
Stundenlang dauerten die Scharmützel bei der Reitschule in der Nacht auf Sonntag.
Stundenlang dauerten die Scharmützel bei der Reitschule in der Nacht auf Sonntag.
Leserreporter
Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.
Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort.
PD/Reitschule Bern
Jener Bereich der Schützenmatte, auf dem das Neustadt-lab aufgebaut ist, wurde von der Polizei abgeriegelt.
Jener Bereich der Schützenmatte, auf dem das Neustadt-lab aufgebaut ist, wurde von der Polizei abgeriegelt.
PD/Reitschule Bern
Einige der Gummigeschosse, die von der Polizei abgefeuert wurden, waren mit einem Smiley versehen. Wer die Smileys angebracht hat, ist nicht klar.
Einige der Gummigeschosse, die von der Polizei abgefeuert wurden, waren mit einem Smiley versehen. Wer die Smileys angebracht hat, ist nicht klar.
PD/Reitschule Bern
1 / 8

«Mit grosser Irritation» hätten die Reitschüler zur Kenntnis genommen, «dass die Kantonspolizei einige der eingesetzten Gummischrotgeschosse mit Smileys und anderen Beschriftungen versah». Dies schrieb die Mediengruppe der Reitschule am Sonntagnachmittag in einem Communiqué, in dem sie zu den Tumulten, die sich in der Nacht auf Sonntag ereignet hatten, Stellung nahmen.

Die Reitschule bezieht sich dabei auf «mehrere Augenzeugenberichte», die ihre Schilderung bestätigen würden. Wer die Smileys wann angebracht hat, ist unklar.

Jolanda Egger, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, sagte dazu auf Anfrage von Redaktion Tamedia: «Wir machen so etwas nicht. So ein Vorgehen würde unseren Grundsätzen widersprechen. Wir würden das nicht tolerieren.»

Diese Aussage wiederum veranlasste die Reitschule dazu, eine weitere Medienmitteilung zu verfassen, in der sie schockiert auf die Aussage der Mediensprecherin reagierte: «Wir sind befremdet von der Tatsache, dass die Kantonspolizei ein Fehlverhalten ihrer Polizist*innen kategorisch ausschliesst. Polizist*innen sind auch nur Menschen, und diese halten sich nicht immer an die Regeln.»

Gummigeschoss auf Kopfhöhe

Weiter kritisiert die Mediengruppe der Reitschule, dass beim Einsatz von Samstagnacht zahlreiche Gummigeschosse auf Kopfhöhe abgefeuert worden seien: «Durch Schüsse auf Kopfhöhe werden schwere Augenverletzungen, auch von Unbeteiligten, in Kauf genommen.»

Die Mediengruppe der Reitschule hat auf Facebook ein Video veröffentlicht. Darauf soll zu sehen sein, wie ein Polizist ein Gummigeschoss auf Kopfhöhe abfeuert.

Dass die Polizei ein mögliches Fehlverhalten nicht einmal in Kraft ziehe geschweige denn untersuchen wolle, zeuge von einem «eklatanten Mangel» in der Kontrolle des Verhaltens einzelner Polizisten.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch