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24 Stunden nach dem Titel laufen die Sofameister nochmals heiss

Etwas unverhofft werden die Young Boys bereits am Samstag auf dem Sofa Meister. Das beschert Fans und Spielern einausgedehntes Partywochenende, das seinen Höhepunkt am Sonntagabend im heimischen Wankdorf findet.

Michael Bucher
Die Party im Wankdorf ist lanciert: Goalie Marco Wölfli sorgt mit Meisterzigarre im Mund und Champagnerdusche für ausgelassene Stimmung.
Die Party im Wankdorf ist lanciert: Goalie Marco Wölfli sorgt mit Meisterzigarre im Mund und Champagnerdusche für ausgelassene Stimmung.
Christian Pfander
Meistertrainer Gerardo Gerry Seoane lässt sich von den Fans feiern.
Meistertrainer Gerardo Gerry Seoane lässt sich von den Fans feiern.
Christian Pfander
Seoane geniesst die Stimmung.
Seoane geniesst die Stimmung.
Christian Pfander
Kevin Mbabu geniesst die Atmosphäre im Stadion sichtlich.
Kevin Mbabu geniesst die Atmosphäre im Stadion sichtlich.
Raphael Moser
Trainer Gerardo Seoane duscht Brian Ruchti mit Champagner.
Trainer Gerardo Seoane duscht Brian Ruchti mit Champagner.
Raphael Moser
Captain Steve von Bergen beim Interview.
Captain Steve von Bergen beim Interview.
Raphael Moser
Und immer wieder Pyros.
Und immer wieder Pyros.
Raphael Moser
Einfahrt des Mannschafts-Cars um 21.40 Uhr
Einfahrt des Mannschafts-Cars um 21.40 Uhr
Raphael Moser
Es ist 22 Uhr: Die YB-Fans warten noch immer darauf, dass die Spieler aus der Kabine kommen
Es ist 22 Uhr: Die YB-Fans warten noch immer darauf, dass die Spieler aus der Kabine kommen
Stefan Schnyder
Jubel auch in Bern nach dem Schlusspfiff in Zürich: YB gewinnt zum 25. Mal in dieser Saison.
Jubel auch in Bern nach dem Schlusspfiff in Zürich: YB gewinnt zum 25. Mal in dieser Saison.
Christian Pfander
Obschon der Titel schon am Vorabend feststand, liessen sich über 1000 Fans das Spiel beim FCZ nicht entgehen – und sie wurden nicht enttäuscht.
Obschon der Titel schon am Vorabend feststand, liessen sich über 1000 Fans das Spiel beim FCZ nicht entgehen – und sie wurden nicht enttäuscht.
Christian Pfander
Dick eingepackt: Die Laune bei den Fans im Stade de Suisse war bestens – trotz widriger Wetterbedingungen.
Dick eingepackt: Die Laune bei den Fans im Stade de Suisse war bestens – trotz widriger Wetterbedingungen.
Christian Pfander
Wieviele von ihnen ausharren werden, bis die Mannschaft im Stadion eintrifft?
Wieviele von ihnen ausharren werden, bis die Mannschaft im Stadion eintrifft?
Christian Pfander
In der Stadt Bern sind noch Schulferien – das macht sich auch im Public Viewing bemerkbar: Im Stadion sind viele Kinder anwesend.
In der Stadt Bern sind noch Schulferien – das macht sich auch im Public Viewing bemerkbar: Im Stadion sind viele Kinder anwesend.
Christian Pfander
Trockener, aber genau so kalt wie im Letzigrund: Die YB-Fans, die in Bern geblieben sind und sich das Spiel im Stade de Suisse anschauen.
Trockener, aber genau so kalt wie im Letzigrund: Die YB-Fans, die in Bern geblieben sind und sich das Spiel im Stade de Suisse anschauen.
Christian Pfander
Halbzeit in Zürich
Halbzeit in Zürich
Claudia Salzmann
Schon wieder Pyros: Keine Sicht auf den Letzigrund-Rasen.
Schon wieder Pyros: Keine Sicht auf den Letzigrund-Rasen.
Claudia Salzmann
Bei Anpfiff in Zürich ist die Südkurve im Wankdorf eher spärlich gefüllt. Obs an der eisigen Bise liegt?
Bei Anpfiff in Zürich ist die Südkurve im Wankdorf eher spärlich gefüllt. Obs an der eisigen Bise liegt?
Michael Bucher
Ein kurzer Blick nach Zürich: Auch dort füllt sich das Stadion mit YB-Fans
Ein kurzer Blick nach Zürich: Auch dort füllt sich das Stadion mit YB-Fans
Johannes Reichen
Wie letztes Jahr ist auch dieses Jahr «Geyoungboyst» das Wort der Stunde.
Wie letztes Jahr ist auch dieses Jahr «Geyoungboyst» das Wort der Stunde.
Michael Bucher
Eine Viertelstunde vor Spielbeginn strömen die Fans langsam in die Südkurve. Von der Tribüne aus können sie das Spiel an den Stadionbildschirmen verfolgen.
Eine Viertelstunde vor Spielbeginn strömen die Fans langsam in die Südkurve. Von der Tribüne aus können sie das Spiel an den Stadionbildschirmen verfolgen.
Michael Bucher
500 bis 600 Fans haben sich bis zur Stadionöffnung um 15.30 Uhr auf dem Quartierplatz eingefunden.
500 bis 600 Fans haben sich bis zur Stadionöffnung um 15.30 Uhr auf dem Quartierplatz eingefunden.
Christian Pfander
Und so sieht das neue Meistershirt mit der Rückennummer 13 aus.
Und so sieht das neue Meistershirt mit der Rückennummer 13 aus.
Martin Bürki
Gestern, am 13. April, holten sich die Young Boys den 13.Titel.
Gestern, am 13. April, holten sich die Young Boys den 13.Titel.
Christian Pfander
Meister 2019!
Meister 2019!
Christian Pfander
Die neuen YB-Meistershirts mit der 13 sind begehrt.
Die neuen YB-Meistershirts mit der 13 sind begehrt.
Martin Bürki
200 bis 300 YB-Fans tummeln sich beim Stade de Suisse und warten auf den Einlass um 15.30 Uhr
200 bis 300 YB-Fans tummeln sich beim Stade de Suisse und warten auf den Einlass um 15.30 Uhr
Der Champagner darf nicht fehlen.
Der Champagner darf nicht fehlen.
Manuel Geisser
Loris Benito feiert mit eine Zigarre.
Loris Benito feiert mit eine Zigarre.
Anthony Anex, Keystone
Die Torhüeter: Marco Woelfli, Dario Marzino und David von Ballmoos, von links, jubeln.
Die Torhüeter: Marco Woelfli, Dario Marzino und David von Ballmoos, von links, jubeln.
Anthony Anex, Keystone
Die Mannschaft feiert ihren 2. Meistertitel mit den Fans.
Die Mannschaft feiert ihren 2. Meistertitel mit den Fans.
Melanie Duchene, Keystone
Die Korken knallen auch im Letzigrund
Die Korken knallen auch im Letzigrund
Manuel Geisser
Kevin Mbabu stemmt einen Meisterpokal aus Karton in die Höhe.
Kevin Mbabu stemmt einen Meisterpokal aus Karton in die Höhe.
Anthony Anex, Keystone
Guillaume Hoarau und Hansueli «Jöggi» Rihs jubeln.
Guillaume Hoarau und Hansueli «Jöggi» Rihs jubeln.
Anrhony Anex, Keystone
Auch eine Dusche mit Champagner darf nicht fehlen.
Auch eine Dusche mit Champagner darf nicht fehlen.
Anthony Anex, Keystone
Torhüter Marco Wölfli feiert in der Garderobe
Torhüter Marco Wölfli feiert in der Garderobe
Raphael Moser
... und mit Champagner und Zigarre.
... und mit Champagner und Zigarre.
Raphael Moser
Steve von Bergen wird von Torhüter Marco Woelfli und Torhüter David von Ballmoos gefeiert.
Steve von Bergen wird von Torhüter Marco Woelfli und Torhüter David von Ballmoos gefeiert.
Raphael Moser
Von links: Thorsten Schick, Christian Fassnacht, Loris Benito und Sandro Lauper.
Von links: Thorsten Schick, Christian Fassnacht, Loris Benito und Sandro Lauper.
Raphael Moser
Die Freude der Spieler ist gross.
Die Freude der Spieler ist gross.
Raphael Moser
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21.36 Uhr ist es am Sonntagabend, als die Meisterhelden in der heimischen Arena aufkreuzen. Und das tun sie ziemlich pompös, indem sie gleich mit dem Mannschaftsbus ins Stadion fahren. Jetzt bebt das zum Partytempel umfunktionierte Stade de Suisse. Sofort setzt sich jene magische Stimmung fest, die auch 351 Tage zuvor hier herrschte.

Im Anschluss wird jeder Protagonist einzeln und unter tosendem Applaus auf den Rasen geschickt. Auf dem Rasen gibts Champagnerduschen, und auf den Rängen wird wohl mehr Bier verschüttet als gebechert. Ja, es wird nochmals eine lange Nacht in Bern. Es ist nichts davon zu merken, dass diese Stadt bereits seit 24 Stunden im Feiermodus ist.

Plötzlich Meister, was nun?

Rückblende: Es ist kurz vor 21 Uhr am Samstagabend, als die Young Boys plötzlich bereits als Schweizer Meister feststehen. Dies, weil Basel zu Hause gegen GC nicht über ein 0:0 hinauskommt. Nicht wenige Fans – aber auch Spieler – drückten insgeheim Erzrivale Basel die Daumen, damit die Young Boys nicht «auf dem Sofa» Meister werden. Doch genau dies passiert. In Bern brechen die ersten Titel-Eruptionen in den offiziellen und inoffiziellen Fanlokalen wie Eleven oder Halbzeit aus. In Letzterem gibts standesgemäss Freibier.

So versammeln sich die Fans bei eisiger Bise auf der Osttribüne zum gemeinsamen TV-Plausch.

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Es dauert jedoch eine Weile, bis in der Berner Innenstadt Meisterstimmung aufkommt. Viele sind ob dem unerwarteten Remis in Basel offenbar etwas überrumpelt. Eine YB-Supporterin bringt auf Twitter die spezielle Stimmung auf den Punkt: «I hocke dahei u weiss grad nid, was i söu. Id Stadt? Daheime blibe? Huere Siech, mir si Meister!!!»

Autokorso in Aarbergergasse

Nur kurze Zeit später gehen die ersten Videos der Young Boys im Internet viral. Zu sehen sind die Spieler, die ausgelassen umherhüpfen und den neuerlichen Titel feiern. Mannschaft und Staff verfolgten die Partie der Basler in der Sky Lounge des Stade de Suisse. Gegen 22 Uhr entwickelt sich die Aarbergergasse zum Brennpunkt der spontanen Meisterparty. Dutzendfach Pyros und Feuerwerk werden gezündet. Und immer wieder wird die Hymne «Fuessbau-Schwizer-Meischter» lautstark intoniert.

Den Siedepunkt erreicht die Stimmung, als plötzlich einige YB-Spieler mit ihren Autos auf Berns rappelvoller Partymeile auftauchen. Captain Steve von Bergen geniesst zusammen mit Beifahrer Marco Wölfli für kurze Zeit das Bad in der Menge. Ihr Teamkollege Christian Fassnacht lässt sich im Rausch der Meistereuphorie gar zum Schwenken einer Pyrofackel hinreissen (siehe Zweittext). Die Freinacht, die gar keine ist, ist lanciert.

TV-Plausch bei eisiger Bise

Wie es das diesjährige Meisterdrehbuch so will, steht tags darauf bereits die nächste Feier an. Die Young Boys luden im Vorfeld zum Public Viewing im Stade de Suisse. Hier sollten die Fans mitbibbern, wenn YB auswärts gegen Zürich um den Pokal spielt. Doch als frisch gebackene Sofameister ist zumindest am Sonntagnachmittag die Spannung draussen. Bibbern müssen die Anhänger trotzdem – vor Kälte.

Bei Temperaturen um die 5 Grad versammeln sich ab 15 Uhr die ersten hartgesottenen Supporter auf dem Quartierplatz. «Ein YB-Fan kennt keine Kälte» ist immer wieder zu hören. Es ist die wohlige Gewissheit des 13. Meistertitels, die Wärme gibt. Die 13, sie ist omnipräsent. Die neu designten Fanshirts mit der vermeintlichen Unglücksziffer auf der Rückseite gehen an den Ständen weg wie warme Weggli.

Gegen 16 Uhr strömen die über 1000 YB-Fans ins Stadion. Bei eisiger Bise versammeln sie sich mit Winterjacke und Schal auf der Osttribüne zum gemeinsamen TV-Plausch. Das Spiel in Zürich wird auf den Stadionbildschirmen übertragen, verkommt aber etwas zur Nebensache angesichts der Vorentscheidung am Abend zuvor. Vielmehr wird geplaudert, gelacht und natürlich auf die Meisterhelden gewartet, die hier im Verlaufe des Abends erwartet werden.

Mit dem Car ins Stadion

Doch vorerst kicken diese noch im Letzigrund – mit lautstarkem Support von rund 4500 mitgereisten YB-Fans. Auch im Stade de Suisse herrscht – verständlicherweise etwas gedämpfte – Matchtagstimmung. Es gehen «Uuuhs» und «Ooohs» durch die Zuschauerränge, und als Nsame gegen Ende des Spiels in der 120 Kilometer entfernten Limmatstadt zum 1:0-Schlussresultat einnetzt, jubelt die Menge, als stünden die Spieler hier in Bern auf dem Platz. Nach dem Schlusspfiff aus der Ferne heisst es für die Fans erst mal: Abwarten und Bier trinken.

Zweieinhalb Stunden dauert es, bis Spieler und Staff im Stadion einfahren. Dass das Drehbuch dieses Mal weniger Dramatik in sich barg und man eigentlich schon seit 24 Stunden Meister ist, kümmert hier niemanden. Denn wie brachte es die YB-Anhängerin am Abend zuvor so brachial auf den Punkt: «Huere Siech, mir si Meister!!!»

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