2019-06-27 15:22

Inselspital rechnet noch nicht mit vielen Hitzepatienten

Bern

Von der Hitze betroffen sind bislang vor allem ältere oder chronisch kranke Menschen. Ein höheres Patientenaufkommen macht sich noch nicht bemerkbar.

Erst wenn das Thermometer über längere Zeit im roten Bereich liegt, steigt die Anzahl von Hitzepatienten in den Spitälern merkbar.

Erst wenn das Thermometer über längere Zeit im roten Bereich liegt, steigt die Anzahl von Hitzepatienten in den Spitälern merkbar.

(Bild: Johanna Bossart)

Das Berner Inselspital rechnet vorderhand noch nicht mit einem Ansturm von Patienten, die wegen der Hitze gesundheitliche Probleme haben. Erst wenn die Hitzeperiode länger als zwei bis drei Wochen anhalte, könne dies zu einem verstärkten Patientenaufkommen führen.

Im Spital sind vor allem ältere oder chronisch kranke Patienten von der Hitze betroffen. Sie können ihre Körpertemperatur schlecht regulieren beziehungsweise nicht genug Flüssigkeit aufnehmen, wie Aristomenis Exadaktylos, Direktor und Chefarzt des Universitären Notfallzentrums am Inselspital, sagte.

Das Berner Inselspital forscht in diesem Gebiet. So konnten die Berner Wissenschaftler zeigen, dass sich die Blut-Salzwerte an heissen Tagen verändern. Während Hitzeperioden stellten sie eine signifikant erhöhte Prävalenz von Hyponatriämie fest, also ein zu niedriger Natriumspiegel im Blut.

Kaltes Mineralwasser und Klimaanlage

Die Erfahrungen der letzten Sommer haben laut Exadaktylos gezeigt, dass es immer häufiger zu kurzzeitigen, extremen Temperaturausschlägen kommen kann. Die Spitalgruppe legt deshalb Wert darauf, angenehme Raumtemperaturen zu schaffen.

Das Universitäre Notfallzentrum verfügt laut Exadaktylos über 25 voneinander getrennte Patientenzimmer, die zentral klimatisiert sind. Dies gilt ebenso für den Empfangsbereich.

Patienten und Mitarbeitende erhalten gekühltes Mineralwasser. Das Personal wird angehalten, viel zu trinken und darf deshalb private Wasserflaschen in der Nähe des Arbeitsplatzes haben.

mb/sda