2019-04-01 09:54

Eine starke erste Halbzeit genügte

YB II gewinnt gegen Thun II dank drei Toren innert vier Minuten 3:1.

Die Berner feiern, die Thuner hadern. Foto: Daniel Teuscher

Die Berner feiern, die Thuner hadern. Foto: Daniel Teuscher

  • Peter Voegeli

Zufrieden und erleichtert zeigte sich der YB-Assistenztrainer Toni Pagano nach dem Schlusspfiff in der Stockhorn-Arena in Thun. Zufrieden deshalb, weil sein junges Team in den ersten 45 Minuten eine brillante Vorstellung abgeliefert und dank drei Toren innert vier Minuten den Grundstein zum 3:1-Erfolg gelegt hatte; erleichtert deshalb, weil die Thuner nach dem Seitenwechsel stärker wurden und kaum mehr Chancen für YB zugelassen hatten.

«Wir haben vor der Pause sehr guten Fussball geboten und verdient gewonnen», sagte Pagano. Dass YB in den ersten 45 Minuten das klar bessere Team gewesen war, musste auch der andere Assistenztrainer, nämlich derjenige von Thun II, Fritz Binggeli, eingestehen. «In der ersten Halbzeit haben wir nicht reagieren können.»

Für den ersten Aufreger dieser unterhaltsamen Partie sorgte Shkelqim Vladi. Der neben Marko Dangubic gefährlichste Angreifer von YB II schmetterte in der 20. Minute den Ball an die Querlatte. Zwei Minuten später begann die YB-Gala: Zuerst profitierte Dangubic von einem schweren Abspielfehler der Thuner. Er konnte allein in den Strafraum losziehen, und gegen seinen Flachschuss war Goalie Nino Ziswiler machtlos.

12 Jahre im YB-Nachwuchs

Dasselbe zwei Zeigerumdrehungen später: Diesmal war Vladi mit einem platzierten Abschluss erfolgreich. Sichtlich geschockt von diesen beiden Gegentoren und in der Abwehr noch nicht geordnet, schlug es zwei Minuten später schon wieder im Tor von Ziswiler ein. Ein ungenügend abgewehrter Corner landete beim aufgerückten Abwehrspieler Kreshnik Hajrizi. Sein Hocheckschuss zum 3:0 war sehenswert.

Dieser Match war für den Chefcoach der U-21-Auswahl von YB der letzte Auftritt in der Stockhorn-Arena. Joël Magnin beerbt in der neuen Spielzeit Stéphane Henchoz beim Superligisten Xamax. Der Trainer hatte letzte Woche einen Zweijahresvertrag bei den Neuenburgern unterzeichnet.

Der 47-jährige Magnin ist seit 2007 im YB-Nachwuchs tätig. Bei Xamax soll er verstärkt auf eigene Jugendförderung setzen, damit die jungen Spieler aus dem dortigen Nachwuchs ans Elite-Team herangeführt werden. Pagano schwärmt von den Qualitäten Magnins. «Er hat in all den Jahren grossartige Arbeit abgeliefert.» Er sei sich sicher, dass sein Chef auch in Neuenburg erfolgreich sein werde, sagte Pagano. Wie es bei ihm selber weitergehe, wisse er noch nicht.

Marzino doch bezwungen

Nach der Pause verlief das Spiel nicht mehr derart einseitig. Die Thuner steigerten sich; richtig torgefährlich wurde es selten. Nach einem Foul an Uros Vasil im YB-Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Penalty. Floran Ajeti schoss den Ball platziert in die untere Torecke und traf, obwohl Goalie Dario Marzino die richtige Ecke gewählt hatte. Mehr geschah nicht.

Berner Zeitung