2014-02-13 07:15

Bund und Kanton lassen Ittigen warten

Noch immer ist unklar, ob Bund und Kanton an die Umgestaltung der Papiermühlekreuzung in Ittigen zahlen. Nun will die Gemeinde die ablaufende Baubewilligung um zwei Jahre verlängern lassen.

Die Papiermühlekreuzung soll für 5 Millionen Franken umgestaltet werden. Das Volk hat dazu bereits vor vier Jahren Ja gesagt.

Die Papiermühlekreuzung soll für 5 Millionen Franken umgestaltet werden. Das Volk hat dazu bereits vor vier Jahren Ja gesagt.

(Bild: Andreas Blatter)

  • Markus Zahno

    Markus Zahno

Sage und schreibe zwölf Jahre ist es her, seit die Pläne für die Umgestaltung der Papiermühlekreuzung zur öffentlichen Mitwirkung auflagen. 2010 bewilligten die Ittigerinnen und Ittiger einen 5-Millionen-Kredit. Und als 2011 die Baubewilligung eintraf, schien dem Grossprojekt nichts mehr im Wege zu stehen. Nun, drei Jahre später, läuft die Baubewilligung aus. Der geplante Kreisel, der die täglichen Staus an der Papiermühlekreuzung reduzieren soll, ist aber nach wie vor in weiter Ferne.

Das Problem: Weil es sich um ein Projekt von überregionaler Bedeutung handelt, stellten Bund und Kanton ursprünglich einen Beitrag von 2,4 Millionen Franken in Aussicht. «Dann passierte lange nichts», sagt der Ittiger Gemeinderat Robert Schindler (SVP). Mittlerweile wurden die Verhandlungen wieder aufgenommen, doch erinnern sie eher an ein Pingpongspiel: Der Kanton zahlt nur, wenn der Bund auch zahlt – und umgekehrt. «Vom Bund haben wir an sich ermutigende Signale erhalten», sagt Schindler, «aber definitiv zugesichert ist bis heute nichts.»

Volk wird ungeduldig

Eine auslaufende Baubewilligung kann um maximal zwei Jahre verlängert werden. Genau das beantragt die Gemeinde Ittigen nun; das entsprechende Gesuch liegt bis Mitte März auf. Falls es der Statthalter bewilligt, erhält das Grossprojekt eine Gnadenfrist. «Ich hoffe sehr, dass es dann endlich klappt», sagt Schindler.

«Schon jetzt werden wir aus der Bevölkerung darauf angesprochen, warum es nicht vorwärts geht.»Nebst dem neuen Kreisel ist bei der Papiermühlekreuzung geplant, den Bahnübergang und die Werkleitungen zu erneuern. Zudem soll das Haus an der Grauholzstrasse 1 abgebrochen werden. Falls Bund und Kanton nicht mitzahlen, muss die Gemeinde entscheiden ob sie das Bauvorhaben alleine stemmen will.

Berner Zeitung